Katertier "Balou", der vierbeinige Gruselclown

Balou kam 2009 im Alter von drei Wochen zusammen mit drei Geschwistern und einem weiteren Wurf mit vier Welpen als Notfall zu Anja in die Tierarztpraxis. Alle Welpen waren sozusagen bis über beide Ohren voll mit Giardien, und was vorne an Nahrung hinein kam, lief 15min später mehr oder weniger unverdaut hinten wieder heraus. Es waren sehr arbeitsreiche Tage, bis alle Welpen bis auf einen, der leider eingeschläfert werden musste, außer Lebensgefahr waren. Danach hat sich Balou, der zusammen mit seinem Bruder Felix-Mogli bei uns blieb, nach 1-2 "empfindlichen" Jahren aber prächtig entwickelt und ist ein sehr stattlicher Kater geworden. Felix-Mogli ist leider eines Tages ganz plötzlich verschwunden und bisher nirgendwo mehr aufgetaucht :-(.

Da Balou nach der Welpenzeit immer mehr Hunde als Katzen um sich hatte, hält er sich nun wohl selbst manchmal eher für einen Hund. Er genießt die Gesellschaft unserer beiden Hunde jedenfalls sehr, allerdings mit deutlich getrennten Absichten: Jady ist zum Schmusen da, Ilja zum Ärgern. Irgendwie schafft es dieser verrückte Kater immer, den armen Ilja dazu zu bringen, etwas Verbotenes zu tun - um dann quasi vor sich hin pfeifend zu verschwinden, während Ilja sich eine Standpauke anhören muss... Ilja ist aber nicht sein einziges Opfer, mit seinen Streichen hat er schon sämtliche Nachbarskatzen und alle Krähen der Umgebung gegen sich aufgebracht, und die Amseln haben im Garten einen eigenen Balou-Warn-Dienst organisiert, um sich gegenseitig die Position des "Feindes" mitzuteilen :-). 

Ansonsten ist Balou ein sehr anhänglicher Kater und begleitet uns gerne auf dem Hundespaziergang. Schmuseeinheiten sind fast immer willkommen, genau wie Leckerbissen aller Art. Er kommt fast zuverlässig auf Pfiff und hat sich von den Hunden sogar ganz alleine das "Sitz" vor der Leckerligabe abgeschaut. Bis man ihm dann schon an seinem Blick ansieht, dass er gerade wieder etwas ausheckt, und wenig später fällt dann garantiert etwas "ganz zufällig" herunter, wird geklaut oder versteckt. Oder er schaut, wen er erfolgreich als nächstes ärgern kann. Sehr beliebt sind auch nächtliche Gruselattacken durch plötzliches Auftauchen zwischen den Füßen beim Treppensteigen oder geisterhaftes "Vorbeifliegen" an der Haustür beim Sprung auf seinen Kratzbaum aus dem Nichts heraus...